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Die Entstehung des modernen Satanismus ist von einem Namen schwer zu trennen:
Anton Szandor LaVey; dem Gründer der "Church of Satan".
Der folgende Text ist eine Publikation der CoS und umreißt die Gedankenwelt
des modernen Satanismus recht treffend. Wobei hiermit nicht gesagt sein soll,
dass die CoS die ultimative Instanz in Sachen Satanismus ist; viele sprechen
ihr sogar die Ernsthaftigkeit ab....
Diese Frage gilt es aber hier nicht zu klären. Sei es wie es sei;
der Text gewährt einen guten Einblick....
Als Anton Szandor LaVey am 30. April 1966 sein Haupt kahl schor und die Kirche Satans erschuf, wußte er, daß er bald der Brennpunkt der Aufmerksamkeit für Menschen rund um den Globus sein würde. Nun, da sich jene schicksalhafte Nacht zum fünfundzwanzigsten Mal jährt, stellt sich die Frage, ob die Welt begonnen hat, die wahre Bedeutung hinter der einzigen organisierten Religion zu erfassen, die als ihr Symbol den ultimativen Repräsentanten von Stolz und Rebellion und, für viele, des Bösen erkoren hat. Und gibt es wirklich Gründe für die Menschen, bei dem stetig wachsenden Phänomen des zeitgenössischen Satanismus Furcht zu empfinden? Als Priester und Mediensprecher der Kirche Satans kann ich offen und ehrlich sagen: "Ja"! Allerdings ist das, was die Allgemeinheit zu fürchten beschlossen hat, ein groteskes Abbild, das in grellen Farben gezeichnet wird, von den Medien hochgradig übertrieben, um eine kribbelnde Gänsehaut zu erzeugen; von Evangelisten, die sich abmühen, ihre Kassen zu füllen und ihre Geliebten mit Juwelen zu überhäufen; und, am erschütterndsten, von einigen Therapeuten, die in der Behandlung sogenannter "Opfer rituellen Mißbrauchs" eine Goldgrube entdeckt haben, Opfer freilich, die keinen Beweis für ihre Schreckensgeschichten haben außer ihrem leidenschaftlichen Glauben daran, daß sie zu Opfern wurden (bemerkenswerte Ähnlichkeiten zu Geschichten von Frauen, die Freud als hysterisch bezeichnet hat). Ich werde keine Zeit damit vergeuden, die absurde Behauptung zu widerlegen, daß es eine internationale Verschwörung einer Generation von Satanisten gibt, die darauf erpicht ist, die Welt mit Hilfe von Drogen zu versklaven und mittels der Opferung von Babys, die zu diesem Zweck extra von emotional instabilen Frauen gezüchtet werden. Damit haben sich bereits andere Quellen ausreichend beschäftigt (CSER Report Satanismus in Amerika). Wir wollen stattdessen den zeitgenössischen Satanismus als das sehen, was er wirklich ist: eine brutale Religion des Elitedenkens und des Sozialdarwinismus, die danach trachtet, die Herrschaft der Fähigen über die Idioten wiederherzustellen, der prompten ausgleichenden Gerechtigkeit gegenüber Ungerechtigkeiten und einer pauschalen Zurückweisung der Gleichmacherei als den Mythos, der den Fortschritt der menschlichen Rasse in den letzten zweitausend Jahren gelähmt hat. Ist all das zum Fürchten? Wenn Sie einer aus der Masse der menschlichen Mittelmäßigkeit sind, der bloß als von den Medien benebelte Drohne existiert, dann können Sie darauf wetten! Die Philosophie des Satanismus ist in den Werken von Anton Szandor LaVey umrissen. Unter seinen Büchern finden sich "The Satanic Bible", "The Satanic Rituals" und "The Satanic Witch". Alle diese sind gegenwärtig erhältlich [Anm. d. Übers.: nur in englischer Sprache] und sollten von jedermann, der sich für ein Gesamtbild der Ansichten der Kirche Satans interessiert, zu Rate gezogen werden. Weitere Informationen kann man zwei Büchern von Blanche Barton, Privatsekretärin von Anton LaVey und Verwalterin der Kirche, entnehmen, nämlich "The Secret Life of a Satanist" (Verlag Feral House) und "The Church of Satan" (Verlag HellÕs Kitchen Productions). [Anm. d. Übers.: beide ebenfalls nur in englischer Sprache]. Diese Werke beinhalten eine Vielzahl von Informationen bezüglich der Geschichte und der zeitgenössischen Praktiken der Kirche Satans. Für diejenigen, die sich mit dieser Literatur noch zu beschäftigen haben: Es gibt drei Gruppen von kurzgefaßten Richtlinien , die im Laufe der Jahre von der Kirche herausgegeben wurden und der Feder LaVeys entstammen und die dem Uneingeweihten eine verdichtete Fassung der satanischen Philosophie geben. Die erste Gruppe sind die neun satanischen Aussagen, die die satanische Bibel eröffnen und dem Satanisten eine feste Grundlage bieten. Die nächste Gruppe, die elf satanischen Regeln der Welt, wurden etwa zur selben Zeit geschrieben, aber damals als zu freimütig und brutal angesehen, um sie der Allgemeinheit zugänglich zu machen und deshalb nur an Mitglieder ausgegeben. Hier ist das Lex Satanicus, das Gesetz des Dschungels sozialer Wechselwirkungen. Nachdem wir Richtlinien darüber ausgegeben haben, was wir uns erwarten, ist es jetzt an der Zeit, eine Liste von Verhaltensformen zu erstellen, die wir in der satanischen Gesellschaft vermieden sehen wollen. Satanisten akzeptieren, daß wir Menschen sind und auf Perfektion hinzielen, aber manchmal in negative Handlungsmuster verfallen können. So entstand die Liste der neun satanischen Sünden, Richtlinien dafür, was Satanisten als ein unproduktives Verhalten betrachten, das erkannt und aus dem täglichen Leben eliminiert werden muß.
Dies umreißt die Grundzüge der satanischen Philosophie. Sie hat sicherlich nichts gemeinsam mit den vorherrschenden jüdisch-christlichen Anschauungen über Nächstenliebe und Aufopferung und kann daher auf jemanden, der in dieser Weltanschauung aufgewachsen ist, einigermaßen fremd und furchterregend wirken. Realistisch gesehen basieren die satanischen Lebensregeln auf der menschlichen Natur, wie sie wirklich ist, und erscheinen daher den meisten Menschen selbstverständlich, die nicht tiefgreifend in lebensfeindlichen und unvernünftigen Glaubenssystemen indoktriniert wurden. Es ist eine Tatsache, daß sich viele Menschen heutzutage Christen nennen, aber eigentlich keine klaren Vorstellungen darüber haben, was diese Philosophie nach sich zieht, deshalb benehmen sie sich allgemein auf eine satanische Art und Weise. Wir denken, daß es höchste Zeit ist, daß das erkannt wird und daß die Menschen sich als das bezeichnen, was sie wirklich sind und nicht als das, was für sie gesellschaftlich bequem ist. Wie man sehen kann, gibt es keine Elemente der Teufelsanbetung in der Kirche Satans. Solche Praktiken werden als christliche Ketzerei betrachtet, der Glaube an die christliche Weltanschauung von Gott gegen den Teufel mit dem Ergreifen der Partei des Fürsten der Finsternis. Satanisten glauben nicht an das Übernatürliche, weder an Gott noch an den Teufel. Der Satanist ist sein eigener Gott. Satan ist ein Symbol für den Menschen, der so lebt, wie seine stolze, fleischliche Natur es gebietet. Die Wahrheit hinter Satan ist einfach die dunkle evolutionäre Kraft, die die gesamte Natur durchdringt und die Triebkraft für das Überleben und die Fortpflanzung ist, die allen Lebewesen zu eigen ist. Satan ist also kein bewußseinsbehaftetes Wesen, das zu verehren ist, sondern vielmehr ein Sammelbecken der Macht in jedem Menschen, das willentlich geöffnet wird. Folglich wird jedes Konzept eines Opfers als christliche Verwirrung zurückgewiesen. Es gibt keine Gottheit, der man ein Opfer darbringen kann. Satanisten haben aber Erfahrung mit Übersinnlichem in ihrer Ausübung von Ritualen oder höherer Magie. Dies ist eine Technik, um den Ausgang von menschlichen Ereignissen in eine gewünschte Richtung zu beeinflussen, indem im Zusammenhang mit einem Ritual ein extremer emotionaler Zustand erreicht wird, der eine Vision des gewünschten Ereignisses hervorbringt ("Das Seinsollende"), die, wenn der Adrenalinspiegel der Teilnehmer hoch genug war, das Unterbewußtsein derjenigen durchdringt, die man beeinflussen will, so daß sie zu gegebenem Zeitpunkt so handeln, wie man es wünscht. Das heiß aber nicht, daß alles möglich ist, denn es erfordert eine große Menge an Energie, um eine starke Ausstrahlung zu erreichen und es ist oft schwierig, Ereignisse aus der Trägheit ihrer momentanen Richtung zu reißen. Kenntnis seiner Fähigkeiten und der erreichbaren Möglichkeiten sind die Markenzeichen eines erfolgreichen satanischen Magiers. Satanisten praktizieren auch niederere Magie, die im wesentlichen die tagtägliche Manipulation der Zeitgenossen ist, um ihre Ziele zu erreichen. Ausführliche Techniken finden sich im Werk "The Satanic Witch". Kürzlich haben wir einige Prediger und sogar Akademiker gesehen, die Satanismus eine Neonazibewegung nennen. Das ist eine unzutreffende Bezeichnung. Die Nazibewegung bezog einen Großteil ihrer Kraft aus einer rassistischen Lehre von arischer Überlegenheit. Satanismus ist weitaus kritischer. Wiewohl es beweisbare biologische Unterschiede zwischen Rassen gibt und statistisch belegbare Leistungsniveaus bei den unterschiedlichsten Aktivitäten, so ist es ziemlich unlogisch, zu glauben, daß jemand bloß wegen seiner Hautfarbe elitär sein kann. Auch wenn er von einem vielversprechenden genetischen Material abstammt, und dabei meinen wir von Vorfahren, die bewiesen haben, daß ihre Fähigkeiten überragend waren, garantiert das nicht, daß dieses Individuum ein Fortschritt ist. Nein, wir Satanisten erkennen eine Person nur dann als elitär an, wenn sie dies dadurch bewiesen hat, daß sie ihre Fähigkeiten auf der höchstmöglichen Ebene kultiviert hat. Das ist etwas, das die satanische Tugend der Disziplin erfordert, eine Fähigkeit, die wir unseren eigenen Kindern beizubringen versuchen. Es gibt elitäre Individuen aus allen ethnischen Abstammungen, und der Satanismus umarmt sie als die überlegenen Wesen, die sie sind. Satanisten schätzen Individualismus, etwas, das kaum erlangt werden kann, indem man auf der Straße im Stechschritt marschiert. Dennoch umklammern wir keine "alles ist möglich"-Atmosphäre, in der alle Werte relativ sind und sich nichts aus dem Bodensatz der Allgemeinheit hervorhebt. Satanismus unterstützt eine Rückkehr zu "traditionelleren" Werten in Kunst und Literatur, wie etwa eine Beherrschung der Technik und der emotionalen Kommunikation, der Form und Funktion, der Planung und Ausführung. Diese sind gesucht und hoch geschätzt. Satanisten finden reichhaltige Unterlagen im westlichen Kulturbereich, die als der Gipfel der menschlichen Vollendung geschätzt werden müssen, der sie sind, und nicht im Saufraß der multikulturellen Versuche unter zweifelhaften "Spitzenprodukten" begraben werden dürfen, die bloß nicht-westlich sind, etwas, das jüngst in einigen akademischen Kreisen Mode geworden ist. Wir rufen jeden einzelnen auf, menschliche Größe überall dort zu suchen, wo sie auch zu finden ist, aus den Grüften der Geschichte und von den talentierten Künstlern der Gegenwart, und den tendenziösen Tand als die vordergründige Fassade zu verhöhnen, die er ist. Satanisten sehen die gesellschaftliche Struktur der Menschheit in Schichten, so daß jeder eine Ebene erreicht, die mit der Entwicklung seiner natürlichen Fähigkeiten (oder dem Mangel daran) konform geht. Das Prinzip des Überlebens der Starken wird auf allen Ebenen der Gesellschaft befürwortet, vom Einzelnen, der stehen oder fallen kann, bis hin zur den Nationen, die die Konsequenzen aus der Unfähigkeit ziehen müssen, ihr Geschick nicht lenken zu können. Jede Hilfestellung auf allen Ebenen kann nur auf einer Basis quid pro quo sein. Begleiterscheinung wäre eine Reduktion der Weltbevölkerung, wenn man die Schwachen die Konsequenzen aus dem Sozialdarwinismus erfahren läßt. Solcherart ist die Natur immer vorgegangen, um ihre Kinder zu reinigen und zu stärken. Das ist grausam, aber so ist der Lauf der Welt. Wir umarmen die Realität und versuchen nicht, sie in eine Utopie umzuformen, die dem ureigensten Gespinst der Existenz zuwiderläuft. Eine praktische Anwendung dieses Grundsatzes wäre die komplette Beendigung des Wohlfahrtsystems, ein Ende der vorbehaltlosen Entwicklungshilfe und neue Programme, um begabte Individuen aller Bereiche zu belohnen und zu fördern, damit sie persönliche Höchstleistungen erreichen können. Eine Herrschaft der Persönlichkeiten ersetzte die Praktiken von Ungerechtigkeiten wie Quotenregelungen und andere Programme, die erdacht wurden, um die Fähigen zu bestrafen und die zu belohnen, die es nicht verdienen. Satanisten trachten auch die Naturgesetze zu unterstützen, indem sie sich darauf konzentrieren, Rassenhygiene zu unterstützen. Dies ist keine exotische Lehre, die in den Gehirnen verrückter Mediziner des dritten Reichs geschlüpft ist. Es ist die Praxis, talentierte und fähige Menschen zu ermuntern, sich fortzupflanzen, um den Genpool zu bereichern, aus dem unsere Art wachsen kann. Das wurde ganz normal auf der Welt praktiziert, wie sogar ein Werk über Rassenhygiene der "Vereinigung der Frauen christlichen Gemütes" belegen kann, bis es durch die Exzesse der Nazis einen schlechten Ruf bekam. Bis der genetische Code entschlüsselt ist und wir die Eigenschaften unseres Nachwuchses willentlich festlegen können, suchen Satanisten, die Besten mit den Besten zu verheiraten. Satanisten, die wissen, daß sie Mängel haben, bleiben kinderlos. Satanisten sind besonders angewidert von den außergewöhnlich hohen kriminellen Aktivitäten, von denen es heutzutage wimmelt und treten deshalb für eine Rückkehr zum römischen Lex Talionis ein; die Bestrafung soll in Art und Ausmaß an das Verbrechen angepaßt sein. Um dies zu erreichen, würden wir die Errichtung eine Eliteeinheit der Polizei begrüßen, eine Art nationaler Schutzstaffel, Männer und Frauen in physischer und psychischer Spitzenverfassung, trainiert in fortgeschrittensten Techniken der Verbrechensbekämpfung, die wahrlich gerüstet wären, den Abschaum zu bewältigen, der aus so vielen unserer Städte kaum mehr als einen Betondschungel macht. Der Mensch ist eine gesellige Kreatur und betreibt seine gesellschaftlichen Kontakte mit seinen Gesellen, daher sind die Verhaltensregeln so eingeführt, daß Individuen eine größtmögliche Freiheit für zwischenmenschliche Beziehungen eingeräumt wird. Mißachte diese Regeln und die Strafe muß gewiß auf den Fuß folgen, möglichst auch noch öffentlich. Damit ist nicht die Inhaftierung von Einzelnen in Einrichtungen zur sogenannten "Rehabilitation" auf Kosten der Opfer gemeint. Nein, diese Kriminellen müssen nutzbringend eingesetzt werden, etwa zu Zwangsarbeit, um die Umwelt wieder herzurichten, die so sorglos unter der Dominanz einer Philosophie verdreckt wurde, die den Menschen allen anderen Lebewesen überlegen sieht. Der Mensch ist ein Tier und muß sich wieder wie eines benehmen, das nicht seinen eigenen Bau verdreckt. Die Kirche Satans verfolgt einen Fünf-Punkte-Plan, um die Gesellschaft in eine Richtung zu lenken, die als vorteilhaft für Satanisten angesehen wird. Der erste Punkt ist die Befürwortung der allgemeinen Anerkennung einer Schichtenbildung, was nicht weniger bedeutet als die Elimination der Lehre von der Gleichheit aller, wo immer sie Wurzeln gefaßt hat. Mittelmäßigkeit soll erkannt und verachtet werden. Die Dummen sollten für ihr Benehmen leiden. Die wahrlich Schönen und Großartigen müssen geschätzt werden. Jedes Individuum muß für sich seinen eigenen Standard der Ästhetik finden, aber wir denken, daß es gewisse Leistungsmerkmale gibt, die nicht abgestritten werden können. So kann zum Beispiel niemand die überlegene Vollkommenheit leugnen, die einer Symphonie Beethovens zu eigen ist, einer Skulptur Michelangelos, einem Gemälde DaVincis oder einem Schauspiel Shakespeares. Viele Satanisten arbeiten daran, ihre eigene Zuflucht der Spitzenqualität zu erschaffen, außerhalb eines ausgetretenen kulturellen Pfades. Sie haben Schätze aus der Vergangenheit bewahrt und werden nicht müde, neue mächtige Werke zu erschaffen, die für all diejenigen da sind, die sie zu schätzen wissen. Der zweite Punkt ist die Verpflichtung zu strikter Besteuerung aller Kirchen. Dies würde die staatliche Zustimmung zur Religion aufheben und diese Parasiten dazu zwingen, nur von ihren Mitgliedern zu leben und wenn sie es nicht können, zugrunde zu gehen, wie sie es auch sollten. Die Kirche Satans hat niemals um Steuerbefreiung angesucht und fordert den Rest der Kirchen der Welt dazu heraus, auch auf eigenen Füßen zu stehen. Laßt uns die vampirische Natur der organisierten Religionen offenbaren und beobachten, ob sie dem hellen Licht des Tages widerstehen können. Drittens verlangen wir nach der Wiedereinführung des Lex Talionis quer durch die menschliche Gesellschaft. Die jüdisch-christliche Tradition, weltlich unter dem Deckmäntelchen eines liberalen Humanismus, hat den Kriminellen über sein Opfer erhoben und mit ihrer Lehre von der Verzeihung dem Missetäter die Verantwortung abgenommen. Eine solche Denkweise ist eine Schande gegenüber den Idealen der Gerechtigkeit. Das muß aufhören! Jedermann muß die Verantwortung für sein Tun und Lassen akzeptieren. Es sollte keine Überraschung sein, daß viele Satanisten einer Arbeit als Vertreter des Gesetzes nachgehen und viele Menschen in diesem und anderen Justizsystemen vertreten sind, die in diesem Punkt mit der satanischen Philosophie voll übereinstimmen. Wenn dem Gesetz nicht Genüge getan wird, befürworten Satanisten die Ausübung persönlicher Justiz, aber es muß dabei die Warnung ausgesprochen werden, sich der Konsequenzen einer solchen Handlungsweise in der heutigen verkommenen Gesellschaft bewußt zu sein. So wie es heutzutage überall aussieht, wird der Aufschrei nach bleibender Gerechtigkeit noch erfolgen. Viertens befürworten Satanisten einen neuen Industriezweig, die Herstellung künstlicher menschlicher Partner. Diese Humanoiden werden so realistisch als nur möglich hergestellt und für jedermann erhältlich sein, der sie sich leisten kann. Im Erkennen der Tatsache, daß das Tier Mensch sich oftmals erhebt, in dem es andere erniedrigt, wäre das ein sicheres Ventil für ein solches Benehmen. Der Liebhaber deiner Träume, unabhängig von deinen eigenen Fähigkeiten; jeder Mensch ein König, der sich seine eigenen Subjekte kaufen kann; oder im Gegenteil, kaufe dir den Herren, dem du zu dienen wünschst. Die Freiheit, deine geheimsten Wünsche zu erfüllen, ohne Mitmenschen dabei zu belästigen, ist damit zum Greifen nahe. Was wäre besser geeignet, die Spannungen, denen unsere Gesellschaft unterliegt, abzubauen und damit einen gepflegteren Umgang unter echten Menschen zu fördern? Schließlich treten wir für die Konstruktion von geschlossenen Miniwelten ein, technologisch auf dem neuesten Stand, theatralisch überzeugend, die im wahrsten Sinne des Wortes Vergnügungsdome und Orte für Spaß und Freude sein sollen. Die Anfänge haben wir in einigen der modernen Vergnügungsparks gesehen, aber es sollte weitergehen in eine Richtung, wie sie etwa der Film "Westworld" vorgegeben hat. Ein Genuß jeder nur vorstellbaren Umwelt wird möglich. Nicht nur ein Wiedererstehen der Geschichte wäre für diese Konstruktionen an der Zeit, sondern auch Science Fiction und Fantasy würden reiche Themenquellen für viele dieser Spielplätze sein. Schon heute werden solche Projekte in Planung genommen. Wäre der Durchschnittsbürger in der Lage, ein Mitglied der Kirche Satans zu erkennen? Da Satanisten das gesamte Spektrum wirtschaftlicher und beruflicher Leistungsstufen abdecken, kann ein Satanist nicht wirklich nur durch sein Auftreten oder Benehmen entdeckt werden, solange er nicht offen ein Medaillon mit dem Siegel Baphomets trägt oder eine Anstecknadel mit diesem Symbol, die einen offiziellen Vertreter kennzeichnet. Im täglichen Alltag sind Satanisten Individualisten, die ihr Leben hier und jetzt genießen. Sie essen, was ihnen Spaß macht, tragen Kleidung, die ihnen gefällt und verfolgen im allgemeinen einen Lebensstil, der ihnen am besten zusagt, solange er mit den Gesetzen des Landes konform geht, in dem sie leben. Es gibt keinerlei Verpflichtung, an rituellen Aktivitäten teilzunehmen. Die Techniken, die in unserer Literatur präsentiert werden, sind dazu gedacht, daß sich Mitglieder ihrer so bedienen, wie es ihnen gefällt. Einige Satanisten genießen die gesellige Atmosphäre eines gemeinsamen Rituals und suchen dazu die Gesellschaft anderer. Viele Satanisten sehen ihre rituellen Aktivitäten als sehr persönlich an und ziehen es vor, dabei allein zu bleiben. Die Kirche Satans akzeptiert jede Vorgehensweise. Tatsächlich gibt es keinerlei Regeln für die Häufigkeit der Abhaltung von Ritualen. Einige zelebrieren Tag-und-nacht-gleichen sowie Sonnen - wenden als Feiertage, aber natürlich ist der eigene Geburtstag der höchste satanische Feiertag im Jahr. Rituale werden oft als reinigend angesehen, um den Menschen von Sehnsüchten zu befreien, die sich zu Zwängen ausweiten könnten, wenn sie unerfüllt bleiben. Solcherart ersetzt das Ritual eine Therapie. Satanisten hegen ihre Individualität und versuchen nicht, dem zu entsprechen, was andere als "normalen" Standard ansehen. Auch missionieren Satanisten nicht, so daß man niemanden finden wird, der, eingehüllt in schwarze Gewänder, auf einen zukommt und mit Schriften vor dem Gesicht herumfuchtelt. Unsere Literatur ist verfügbar, und wenn jemand findet, daß ihm diese Philosophie gefällt, kann er sich über die Möglichkeit einer Mitgliedschaft erkundigen (Church of Satan, P. O. Box 210666, San Francisco, CA 94121 [Anm. d. Übers.: in englischer Sprache]). Viele Leute wären wahrscheinlich überrascht, würden sie herausfinden, daß sie über Jahre mit Satanisten Kontakte pflegen und daß diese Satanisten einige der interessantesten, ehrlichsten, vertrauenswürdigsten und unterhaltsamsten Menschen sind, die sie kennen. Wenn die Welt völlig von Satanismus durchdrungen sein wird, wird sie ein herausforderndes Umfeld darstellen, in dem man viel erreichen kann, oder wenig, je nachdem, was man in der Lage ist, zu verarbeiten und der Ausdehnung der eigenen natürlichen Fähigkeiten. Ja, für die Massen, die sich zurücklehnen und von einem medial gepushten Produkt zum nächsten geleitet werden möchten, ist diese Aussicht furchterregend. Unsere Welt fordert dich zum Denken heraus und auch dazu, mit diesen Gedanken etwas zu tun! Diejenigen, die eine von chemischen oder medialen Drogen geleitete Existenz bevorzugen, werden als die Sklaven, die sie sind, erkannt und verachtet werden. Wenn sie wollen, können sie auf ihren selbstzerstörerischen Pfaden weiter wandeln, aber es wird ihnen nicht erlaubt sein, diejenigen zurückzuhalten, die Größeres erreichen wollen. Habt keine Angst, die ihr tatsächlich den heutigen Medien ihre Papiertiger abgenommen habt, wir Satanisten sind nicht hinter eueren Kindern her, denn sie sind wahrscheinlich genauso hoffnungslos mittelmäßig wie ihre Eltern. Aber wir bewegen die Welt auf einen Zustand hin, in dem Schmarotzer entweder arbeiten oder verhungern müssen und Parasiten entfernt werden, um zu verdorren und abzusterben. So braucht ihr den wahren Satanismus nur zu fürchten, wenn ihr Verbrecher, Parasiten oder Nichtsnutze seit. Habt Ihr Angst? [Übersetzung: Herbert Paulis, mit freundlicher Genehmigung von Magister Peter H. Gilmore alle Rechte vorbehalten] |